suche:X - nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle
Gemeinsam mit dem Wissenschaftsverein zur integrativen StadtLand-Entwicklung (isl-e) und dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) eröffnet das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern am 30.09.2025 eine ganz besondere Sonderausstellung.
In „suche:X – nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle“ widmen wir uns einer der essentiellen Fragen bei der Nutzung von Kernenergie. Was tun mit dem strahlenden Restmaterial?
Bereits im April 2023 wurde das letzte Atomkraftwerk Deutschlands vom Netz genommen. Was nach dem Ausstieg übrig bleibt, sind ca. 27.000 m³ hochradioaktiver Abfall, für welchen noch keine probate Form der Verwertung möglich ist. Wohin also mit dem Müll? Die aktuelle Situation ist nicht auf Dauer konzipiert. Die Zwischenlagerung an insgesamt 16 oberirdischen Standorten ist nur temporär gedacht und möglich. Ein Endlager muss also her. Wo sich dieses befindet, weiß aktuell noch keiner. Die Suche ist aufwendig und die Voraussetzungen an eine finale Lagerstätte enorm.
Die Ausstellung „suche:X“ begleitet diese interdisziplinäre Suche nach der Nadel im Heuhaufen und stellt zugleich ethisch-moralische Fragen über die (Nach-) Nutzung der Atomkraft. Vom 30.09. bis 02.11.2025 ist die Sonderausstellung im phanTECHNIKUM zu sehen.
Begleitet wird die Ausstellung von vielfältigen Veranstaltungen. Neben einem Filmnachmittag am 10.10.2025 ab 16:00 Uhr, organisiert und durchgeführt in den Räumlichkeiten vom Filmbüro MV e.V., wird es einen Thementag im phanTECHNIKUM geben. Am 28.10.2025 sind zunächst Schulklassen eingeladen, sich für einen Projektvormittag anzumelden. Am Nachmittag findet dann ein thematisch bezogener Vortrag von Prof. Schafmeister (Angewandte Geologie/Hydrogeologie) vom Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald statt.
Die Sonderausstellung ist Teil der Aktivitäten im phanTECHNIKUM in Zusammenhang mit dem Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie, initiiert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Weitere Aktionen folgen.

